
Anstieg von Kurzsichtigkeit durch digitale Medien
Ein wichtiger Bericht aus dem schweizer Medienportal kla.tv und seine Einordnung in das Thema Medienmarken.
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Ein bisher weitgehend unbeachteter Nebeneffekt wirft zunehmend dunkle Schatten auf den digitalen Bildungsfortschritt: die rapide Zunahme von Kurzsichtigkeit bei Kindern.Ein bisher weitgehend unbeachteter Nebeneffekt wirft zunehmend dunkle Schatten auf den digitalen Bildungsfortschritt: die rapide Zunahme von Kurzsichtigkeit bei Kindern.
Eine aktuelle Studie eines chinesischen Forschungsteams liefert alarmierende Zahlen: Bereits heute ist weltweit jedes dritte Kind kurzsichtig – Tendenz steigend. Prognosen zufolge werden bis zum Jahr 2050 rund 40 % aller Kinder ab fünf Jahren mit Myopie (Kurzsichtigkeit) leben.
(…) Eine im Juni 2024 in der Fachzeitschrift BMC Public Health veröffentlichten Metaanalyse, in der Daten aus 19 Studien mit 102.360 Kindern und Jugendlichen aus Ostasien, Südasien, Europa und Nordamerika ausgewertet wurden, ergab, dass die Bildschirmzeit vor Computern den größten Einfluss auf Myopie hat.
(…) Die Forscher beobachteten auch, dass mit jeder zusätzlichen Stunde täglicher Bildschirmzeit die Wahrscheinlichkeit, an Myopie zu erkranken, um 7 % stieg, was verdeutlicht, wie selbst kleine Steigerungen der Bildschirmnutzung im Laufe der Zeit zur Kurzsichtigkeit beitragen.
Dieser – wie ich finde – gut recherchierte Beitrag über die Gefahren eines zu ausgiebigen Bildschirmkonsums für die Gesundheit unserer Kinder wirft sicherlich für viele nichts Neues auf. Dass zu hoher Bildschirmkonsum aus Gründen von Bewegungsmangel, schlechten Inhalten und flimmernden Bildschirmen nachteilig auf Heranwachsende wirken kann, ist uns bereits seit Jahrzehnten bekannt.
Das Thema Bildschirmzeit nicht aus den Augen verlieren
Trotzdem sensibilisiert die Sendung uns Eltern, das Thema nicht aus den Augen zu verlieren und trotz Allgegenwärtigkeit der Digitalisierung unserer Umwelt wachsam mit der Mediennutzungsdauer unserer Kinder umzugehen. Ich selber sehe das Thema der ständig präsenten Bildschirme in den Schulen eher kritisch. Die Tafel im Klassenzimmer ist digital, iPads und Laptops kann man im Sekretariat ausleihen und eine Unterrichtsstunde pro Woche verbringen die Schüler im Fach „Medienbildung“ vor dem Computer. Selbst im Hort meines Sohnes wird mittlerweile das Computerspielen am Nachmittag erlaubt.
Gerade deswegen empfehle ich, zu Hause ein festes System zu etablieren, um die tägliche Mediennutzung zu kontrollieren. Mit den Medienmarken gelingt mir das leicht und es macht meinem Sohn und mir Spaß, das System zu nutzen.
Auf welche Probleme stößt du mit der Digitalisierung der Schulen? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren.
